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_Kinderwelt
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  Laternelaufen   BRAUCHTUM
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3.2
 
Text-Vorlage: Hamburgisches Wörterbuch
 


HAMBURGISCHES WÖRTERBUCH
Auf Grund der Vorarbeiten von Christoph Walther und Agathe Lasch,
herausgegeben von Beate Hennig und Jürgen Meier,
bearbeitet von Beate Hennig, Jürgen Meier und Jürgen Rüge.
Dritter Band, Lieferungen 19-23, L-R, Wachholtz Verlag Neumünster

 

Zum Brauchtum des Laternelaufen wurden folgende Einträge gefunden:

Lant'eern, Lat'eern f., Plur.-s, Laterne; die meist aus Papier gefertigte Laterne, mit der Kinder im Spätsommer nach Einbruch der Dunkelheit singend urnziehen; mit'n Lanteern lopen, der Umzug kam in Hamburg Ende des 18. Jahrhunderts auf, Finder, Bürgertum 31;
Lieder, die dabei gesungen werden, beginnen hochdeutsch. und gehen zum Teil ins Niederdeutsche. über:

Lanterne, Lanterne,
Sonne, Mond und Sterne,
(••• )
Ollsch mit de Lücht,
de de Lüüd bedrücht,
de de Eier holt
un se (]em) nich betolt.
Lanterne, Lanterne...
verbreitet.

Ollsch mit de Lücht
kann't Bett/de Tröpp nich finn',
fallt mit de Lücht/Nes
no't/in't Kellerlock rin. Hamburg,
Vierlande

Lapüüster, Lapüüster,
de ganze Welt is düüster.
Grooßmudder kann er Bett nich finn ',
fallt mit de Nes in Pißputt rin.
Moorburg

 
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