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_Kinderwelt
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  PEEKSCHLITTEN   EINLEITUNG
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1.3
 
 

Diese Technik macht jedoch auch deutlich, daß bei der Auswahl des Holzes für den Bau einer Peekstange große Sorgfalt erforderlich ist. Eine brechende Peekstange bei einem Brems- oder Lenkmanöver kann einen schweren Sturz mit schlimmen Verletzungen zur Folge haben.Eine Peekstange sollte einen Durchmesser von etwa 28-30mm und eine Länge von 240cm haben. Gut eignet sich Buche. Zur Not geht es auch mit einer Gardinenstange aus Kiefernholz. Hierbei ist aber unbedingt auf die Maserung zu achten! Wenn der Abstand der Linien in der Maserung bei 1mm und feiner liegt, läßt sich eine einigermaßen gute Stabilität erwarten. Das Holz wird jedoch mit zunehmenden Abstand ind Verringerung der Maserungs-Linien weicher und bruchanfälliger. Vor dem Kauf kann es hilfreich sei, noch in dem Geschäft, vorsichtig eine "Sitzprobe" auf der Stange zu machen, um die Belastungsfähigkeit zu überprüfen. Mehr zum Bau eines "KJ-Peeker" findet sich in der Bauanweisung auf Seite 2.1

 

Eissegeln und Schlickschlitten.
Zwei große aktuelle Verwandte des Peekschlitten sollen nicht unerwähnt bleiben - das Eissegeln und der Schlickschlitten.
Der Eissegler läuft wie der Peekschlitten auf Stahlkufen. Er wird jedoch allein vom Wind angetrieben und ist natürlich deutlich größer. Während die Eissegler sich teilweise verbandsmäßig organisiert haben, sportliche Meisterschaften austragen und im Winter die Eisspäher unterwegs sind, um befahrbare Eisflächen zu finden, sind die Schlickschlitten heute eher eine touristische Attraktion. Schlickschlitten sind im Sommer, in den Orten Greetsiel und Pilsum, an der Nordsee zu finden. Hier werden sogar Schlickschlittenrennen veranstaltet. (nächster Termin: 5.August 2006).

Herr Dr. Glimme vom Landesmuseum in Emden erfuhr hierzu:
Früher hießen diese Schlickschlitten "Kreier". Sie dienten dem Transport von Steinen oder Hölzern für die Deiche bzw. Lahnungen hinter dem Watt. Außerdem nutzten die Fischer die Kreier, um die Reusen oder Stellnetze zu leeren.
Eine Abbildung des rekonstruierten Kreiers ist auf der Internetseite www.nordwestreisemagazin.de/kustenschutz/index.htm zu finden.
Interessant ist auch die Förder-Schule von Pewsum, welche im Werkuntgerricht Schlickschlitten gebaut hat.
Die Internetseite www.sued-ostfiesland.de erklärt in einem ausführlichen Beitrag: Zur Fischerei von Granat gebrauchte man ein Boot oder Kreier (Wattschlitten), da die Priele zu weit vom Deich entfernt sind. Der Granat mußte zu Hause gekocht werden.

 

 
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