. .  
_Kinderwelt
. .
.
  RUMMELPOTT   BAUANWEISUNG
Zurück Thema
3.52
 
 

Alternative Fertigungsweise für einen Rummelpott
3.Version / Teil B

FERTIGUNG
.
           
.
 
1
2
3
4
5
Beim Anklicken der Bilder schaltet sich eine größere Darstellung ein

1.) Der gesamte Bereich der Membrane, die Schnur-Umwicklung und etwa 1cm des darunter befindlichen Jersey-Gewebes wird großzügig mit dem Textilverstärker zur Versteifung des Gewebes bestrichen (Bild 1).
Der Textilverstärker ist nach dem Auftrocknen farblos. Dies eröffnet die Möglichkeit, bunte Stoffe für die Membrane zu verwenden. Wenn die Membrane zum Bemalen durch die Kinder vorgesehen ist, sollte weißes Gewebe verwendet werden. Die Verwendung des Aktivators für die Wasserfestigkeit, muß subjektiv entschieden werden. 500gr Textilverstärker kosten ca. 10 Euro und sind nach Zugabe des Aktivators nur noch für 12 Std verfügbar. Grundsätzlich ist die Verwendung von Textilverstärker mit Aktivator die wahrscheinlich bessere, kindgemäße Lösung, doch wegen der Verbrauchsmenge wird diese Fertigungsweise wohl eher nur für die Fertigung im größeren Umfang, wie Schulen oder Kindergärten oder Kindergruppen Anwendung finden.
Ein Herstellerhinweis besagt übrigens: Der Aktivator sollte für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Wasserlösliche Acryl-Farbe eignet sich ebenfalls zum Versteifen der Gewebe-Membrane. Sie ist wasserfest aber etwas weicher als der Textilverstärker. Dies kann sich geringfügig auf die Resonanz auswirken.
2.) Der Jersey-Stoff kann im Bereich der Membrane nachgeben bevor der Textilverstärker (oder die Acryl-Farbe)ausgehärtet ist, vor allem wenn die Kräfte des Arbeitenden keine ausreichende Straffung des Gewebes erlauben. Eine Haltevorrichtung für den Pin vermag hilfreich zu sein. Ein dünner Nagel wird hierfür durch die Öffnung der Stahlfeder einer Wäschklammer in ein Brett oder eine kurze Latte soweit hinein geschlagen, daß noch genug Bewegungsspiel verbleibt, das die Klammer geöffnet werden kann. (Bild 2)
3.) Das Brett wird auf zwei Kartons gelegt und zur Stabilisierung mit Büchern, Steinen oder einem Haushaltsgegenstand beschwert. Der Rummelpott wird dann so unter die Wäscheklammer plaziert, daß der Pin von der Klammer gehalten werden kann und das Membranen-Gewebe eine glatte Ebene bildet. Hieraus folgt auch, daß sich der Durchmesser des Stabes für den Pin, nach der begrenzten Öffnungsfähigkeit der Wäscheklammern richten muß. (Bild 3)
4.) Sollen viele Rummelpott-Membranen gleichzeitig getrocknet werden, empfiehlt sich der Bau eines Gestells. Auf einer Latte werden die Wäschklammern angebracht. Die Latte wird auf zwei entsprechend zugeschnittene Bretter .(abhängig von der Größe der Rummelpötte) von etwa 2cm Dicke aufgeschraubt oder genagelt. (Bild 4)
5.) Trockenzeit etwa 24 Std. Schlußarbeit bei wasserempfindlicher Membrane: Über den Pin wird eine enge Papierröhre oder ein Schlauch (länger als der Pin) als Schutz-Vorrichtung gezogen, so daß am Pinfuß etwa 1cm frei bleibt. Die Röhre zur Höheneinstellung mit Wäscheklammer oberhalb des Pins zusammendrücken. Membrane und Pinfuß mit Grundierfarbe einsprühen. Überstehenden Stoff etwa 1cm unterhalb der Schnur-Umwicklung an der Dose abschneiden.
6.) Zum Rummeln sollte der Stab mit Spüli gereinigt und nach dem Trocknen mit Kolophonium eingerieben werden. Es ist möglich, daß es trotz feuchter Finger nicht zum Rummeln kommt. Dann kann es bereits helfen, den Stab mit einem Lappen und Leichtbenzin abzuwischen und anschließend rummeln, ohne neues Kolophonium aufzutragen.
7.)
Es hat sich gezeigt, daß bei dieser Rummelpott-Variante das Rummeln manchmal besser damit erreicht wird, wenn der Pin so zwischen angefeuchteten Finger und Daumen gelegt wird, daß der Daumen mit seiner Länge über den Stab herunter reibt. Der Daumen zeigt mit der Daumenspitze zum Ende des Pins, liegt hierbei nur leicht auf dem Stab und wird in Richtung Blechdose heruntergezogen. (Bild 5)

Urheberrechtlich geschützt. Jede Form der gewerblichen Nutzung und Vervielfältigung ist untersagt.
® KALEIDOSKOPAJANIS 2005©