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_Kinderwelt
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  RUMMELPOTT   BRAUCHTUM
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4.25
Text-Vorlage: "Krieg ik dree, so wünsch ik Glück. . ." von Helga Ramge
 
 

Berichtet wird über eine moderne Variante: Verkleidete Nachbarskinder erschienen mit einem Kassettenrekorder, aus dem als Hintergrund Rapmusik erklang, und sangen dazu selbstverfaßte Verse. In Kappeln lernten türkische Freunde meiner Söhne vor Jahren geduldig mit ihnen die niederdeutschen Rummelpott-Lieder.

Die Altjahrsabend-Bräuche auf den nordfriesischen Inseln weisen deutliche Unterschiede zum Rummelpottlaufen auf:
Erwachsene begleiten nicht nur ihre verkleideten Kinder, sondern sind als Akteure wesentlich beteiligt, und es geht nicht um das Erbitten von Gaben, wenn die Maskenträger auch bewirtet werden. Die zu den Bräuchen gehörenden Lieder und Verse werden in der Regel individuell gedichtet.
Auf Föhr heißt der Brauch, verkleidet zu Nachbarn und Bekannten zu ziehen und Spottverse vorzutragen, "Ütj tu kenknin".
Das "Hulken "auf Amrum verläuft ähnlich, ebenso das "Aptji" in den abgelegeneren Dörfern auf Sylt.

Text entnommen: "Nordfriesland" Nr. 120 © Nordfriisk Instituut, Bräst/Bredstedt 1997

 
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