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  RUMMELPOTT   BRAUCHTUM
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4.44
Text-Vorlage: "Schleswig-Holst. Wörterbuch." von Otto Mensing
 
 

laat uns ni to lang stahn, wi wüllt ock noch wieder gahn (s. o.);
Schipper, wullt du wieken, Spelmann, wullt du strieken, striek de Segel op un op, giff uns wat in de Rummelpott Börmerkoog.

2) ool Johann Markmann harr 'n roden Rock an, all, wat he verdenen ded, wer good mit (s. u. bei d); baben in de Huusfest hangt de langen Mettwüst, sünd se 'n beten kleen, so nehmt wi twee för een, sünd se 'n beten fett, so netter as se smeckt (s. u. bei g > 4-d), Tante, maak de Dör mal apen, gef mi wat in 'n Rummelpott, laat mi ni to lang stahn, ik mutt ok noch, wieder gahn (s. o.); een, twee, dree, veer, wenn 't man 'n lütten Pepernöt weer (s. u. bei g > 1-a); keem en Schipp vun Grönland dal, harr goden Wind, spann de Segels op un dal; een, t»ee, dree, veer, wenn 't man 'n lütten Appel weer (s. u. bei g > 1-a) Wilstermarsch. – Lieder mit dem Anfang N. N., maak de Dör op s. Heim. 14, 43 – 45. 15, 279. 20, 199. 25, 206 (Laternenlied!). 26, 158; Zeitschr. f. Volksk. 17, 274; Nds. 6, 95. 7, 108; Urdsbr. 6, 30, 78, 178; Nd. Kbl. 7, 18 – 22; Kock, Schwansen/2, S. 477; Heimatb. Rendsburg. S. 97; Heimatb. Eckernförde. S. 178.

- b) rummel, rummel, röten (reuten, rötjen, röschen, reuschen, räden, rögen, röder, ruttje, rutt), giff mi (uns) wat in 't Pöten (Peuten, Pötjen; die mit P. anlautenden Reimwörter bedeuten wohl Pöten "Pfötchen", Pötjen "Töpfchen" u. Pöschen "Beutelchen") oder: rummel, rummel (r. dumme) um dat Huus (holterholter üm den Busch Plön 1840), hesst keen Ei, so gef mi 'n Wust, en vun de witten,, swatten kann 'k ni bieten, Fru, stieg to Wieben usw. (s. o.) Gegend. von. Lütjenburg.
An diesen einleitenden Reim (er steht selten an anderen Stellen von Rummelpott-liedern) schließen sich andere Stücke an, z.B. laat mi ni so lang stahn usw, (s, o. bei a; weitergeführt z. B.: Huusfru, stieg to Wieben, snie mi 'n Stiick von 't Swien, segg to 'n Buurn: de Katt hett 't daan, de Buur de ward bedragen un de Katt ward belagen Lütjenburg; up de Hilden dor is dat Nest, bi de lüttjen Derns dor is dat west Stormarn);
oder: Schipper, wullt du wieken, Stürmann, wullt du strieken, spann de Seilen op un dal, gef mi wat in 'n Rummelpott Rendsburg. (s. o. bei a);
oder der Reim bei Appelsack I, 167. Aus Heikendorf (KieI) ist eine aus verschiedenen Stücken zusammengestoppelte Fassung bezeugt: rummel, rummel, räden, giff mi wat in 'n Päden, laat mi hier ni länger stahn, ik schall vun Daag noch wieder gahn; Fastelabend hier ni, Fastelabend dor ni, Fastelabend hicklepick (s. II, 31 f.), negen Müs beten sick, mien wer dor merrn mank, beten sik all dood un krank;
ool Hans Landsmann
(s. u. bei d) hett 'n roden Rock an, stickt em in de Emern (s. Emer/2, I, 1044), reist dormit na Fehmern, un as he in de Fehmern keem, dor wer dor nüms to Huus (s. Verwunnern) as de ool Kluckhen, seet op 'n Fürherd un braad Pannkauken; Hahn op't Heck fallt mit de Nes in 'n Dreck; Kreih op 'n Staken, fallt mit de Nes in 'n Haken; Adebar op 't Nest, fallt mit de Nes in 't Gest; nu laat mi hier nich länger stahn, ik schall vun Daag noch wieder gahn.

 
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